Rom Spiegel
 
 

Santa Sabina

Piazza Pietro d´Illaria 1, Metro Linea B, Stazione Circo massimo, Bus 23, 280, 716, Mo-So 06:30-12:45 15:30-19:00, Tel: 06- 57 94 66 00

Der Name Santa Sabina rührt nicht von der Heiligen Sabina aus Umbrien, sondern von dem Grundstück der reichen Römerin Sabina, auf dem die Kirche 422 bis 432 von dem Priester Petrus von Illyrien errichtet wurde. Papst Eugen II (824-837) ließ die Kirche erneuern und umbauen, Papst Honorius III (1216-117) schließlich schenkte die Kirche dem heiligen Dominikus, dem Gründer des Dominikanerordens und ließ den Kampanile und den Kreuzgang erbauen. Die Veränderungen des 16. Und 17. Jahrhunderts konnten glücklicherweise weitgehend rückgängig gemacht werden.

In der Vorhalle zahlreiche antike Sarkophage. Die Holztür des Mittelportales zeigt auf 18 gut erhaltenen Bildern die ersten christlichen Holzschnitzereien aus dem 5. Jahrhundert. Im linken Türflügel sehen wir oben beginnend: die Kreuzigung; Heilung des Blinden; Brotvermehrung; Hochzeit zu Kanaa; Christus erscheint den Jüngern; Moses empfängt die Gebote; Christus vor Pilatus; Frauen am Grab Christi; Szenen aus dem Leben Mose; Christus erscheint den Frauen; Zacharias verstummt im Tempel.

Im rechten Türflügel: die Heiligen drei Könige; Himmelfahrt Christi; Verleugnung Christi durch Petrus; Durchzug durchs Rote Meer; die eiserne Schlange; Christus mit den Aposteln Petrus und Paulus; Triumph Christi und der Kirche; Prophet Habakuk; Himmelfahrt des Elias; Moses vor dem Pharao.

Im Innern ist die Kirche betont schlicht und streng gehalten und erinnert so an das Wesen der frühchristlichen Gotteshäuser. Korinthische Säulen teilen das Innere in drei Schiffe. Die Fenster des Mittelschiffes haben Scheiben aus Selenit, einem durchscheinenden Gips. Im Mittelschiff befindet sich auch der mosaik verzierte Grabstein des Dominikaners Monoz de Zamora, dahinter die Schola cantorum sowie der wiederaufgebaute Bischofsstuhl. Das Apsisfresko hat Taddeo Zuccari 1560 einem verlorengegangenen Mosaik nachempfunden.

Sehenswert ist auch der aus dem 13. Jahrhundert stammende Kreuzgang des zugehörigen Dominikanerklosters.


 
Texte & Photos: Dr. Michael Spiegel - Impressum
URL: http://www.rom-spiegel.de/santa-sabina.php
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