Santa Maria in Cosmedin
Piazza della Bocca della Verita 18, Bus 23, 44, 81, 95, 160, 170, 280, 628, 715, 716, Mo-So 09:00-17:00, Tel: 06-678 17 19
Wir gehen zurück zur Piazza della Bocca della Verita. In der Vorhalle der links stehenden Kirche Santa Maria in Cosmedin befindet sich der namensgebende Bocca della Verita, der Mund der Wahrheit. Hierbei handelt es sich um einen antiken Brunnendeckel in Form einer Tritionenmaske. Der Mund der Maske ist so weit geöffnet, daß man eine Hand hinein strecken kann. Im Mittelalter wurde die Bocca della Verita als Lügendetektor verwendet, da man glaubte, einem Lügner würde die Hand abgebissen. Sicher hat man gelegentlich auch mit dem Schwert nachgeholfen.
Die Kirche Santa Maria in Cosmedin wurde wahrscheinlich im6. Jahrhundert unter Papst Hadrian I (772-795) errichtet. Im 12. Jahrhundert wurde die Kirche deutlich erweitert, auch wurde der Kampanile errichtet, einer der schönsten Roms. Zahlreiche barocke Veränderungen konnten im 19. Jahrhundert glücklicherweise wieder entfernt werden, so daß die Kirche nahezu in ihrem ursprünglichen Zustand besteht, was sie so interessant macht. Die Kirche stand in einem von Griechen bewohnten Viertel, welche ihr auch den Beinamen in Cosmedin also zum Schmuck gaben. Man vermutet, daß die Griechen zur Zeit des Bilderstreites (8. Jahrhundert) nach Rom geflohen sind und der ihnen zugeteilten Kirche diesen Namen gaben. Aus der Vorhalle mit der Bocca della Verita gelangt man in das Innere der durch antike Säulen in drei Schiffe geteilten Kirche. Ein großer Teil des Mittelschiffes wird durch die Schola cantorum den Sängerchor eingenommen. Besondere Beachtung verdient der in schöner Kosmatenarbeit im 12. Und 13. Jahrhundert entstandene Fußboden. Die Löwenköpfe des hinter dem Hochaltar stehenden Bischofsthrones sind vermutlich antiker Herkunft. Die kleine Krypta der Kirche ist in einen antiken Tempel hinein gebaut.
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