Santa Maria degli Angeli
Terme di Diocletiano, Piazza delle Republica, Metro Linea A Stazione Republica, Bus 35, 40, 60, 61, 62, 84, 90, 116, 170, 492, 910 oder 200 Meter von der Stazione termini und dem Busbahnhof der Piazza dei Cinquecento, Mo-So 07:00-18:00, Tel: 06-488 08 12
In das ehemalige Tepidarium der Thermen wurde von Michelangelo die Kirche Santa Maria degli Angeli eingebaut. Das ehemalige Tepidarium bildet genauer gesagt das Querschiff der Kirche. Die Durchgänge zum Frigidarium und zum Calidarium wurden mit einbezogen, so daß die Kirche den Grundriß eines griechischen Kreuzes erhielt. Michelangelo starb jedoch vor Vollendung seines Werkes, das unter seinem Nachfolger Luigi Vanvitelli völlig umgestaltet wurde. Er machte das Längsschiff zum Querschiff und umgekehrt.
Man betritt die Kirche heute von der Piazza della Repubblica her durch die halbrunden Mauern der Essedra des Calidariums. In der Vorhalle steht links das Grabmal des Malers Salvatore Rosa (1615-1673) und rechts das des Malers Carlo Maratta (1625-1713) sowie am Durchgang zum Haupthaus die Statue des Bruno von Köln (1030-1101), des Stifters des Kathäuserordens, erschaffen von dem französischen Bildhauer Jean Antoine Houdon (1741-1828). Papst Klemens XIV war von der Statue so begeistert, daß er sagte, er habe den Eindruck, sie würde zu sprechen beginne, hätte man den Karthäusern nicht das sprechen verboten.
Das Querhaus mit seinen 91 Metern Länge, 27 Metern Breite und 28 Metern Höhe vermittelt einen Eindruck von der Größe der antiken Bauwerke. Der Messingstreifen, welcher den linken Teil des Querhauses durchzieht, symbolisiert als Linea Clementina, den Meridian, auf dem Rom liegt. Hier befinden sich die Grabmäler des Marschalls Armando Diaz (1861-1928), von Antonio Munoz, das des Admirals Paolo Thaon di Revel und von Pietro Canonica (1948). Es handelt sich bei beiden um Helden des ersten Weltkrieges. Die Große Kapelle am Ende des Querhauses ist Nicolo Albergati (1375-1443) geweiht, dem Karthäusermönch und Kardinal. Sein Bildnis auf dem Altar stammt von Ercole Graziani (1688-1765). Im linken Treil des Querhauses verdienen vor allem die Wandgemälden mit der Darstellung der Messe des heiligen Basilius vor Kaiser Valens, von Pietro Sublayras (1699-1749) und der Sturz des Simon Magus von Pompeo Batoni (1708-1787) Beachtung.
In der Apsis befinden sich die Grabmäler des Papstes Pius IV (1559-1565) und seines Neffen Kardinal G.A. Serbelloni. Für beide hat Michelangelo die Entwürfe geliefert. Weiterhin sind die Gemälde das Martyrium des heiligen San Sebastian von Domenichino (1581-1641) und die Taufe des Jesu von Carlo Maratta.
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