Rom Spiegel
 
 

Rundgang Via Veneto

Zur Piazza Barberini gelangen wir entweder mit der roten Metropolitana Linie A (Barberini) oder mit den zahlreichen in der Via Veneto oder der Via del Tritone verkehrenden Bussen. Am interessantesten für Touristen sind wohl die Linien 62 ( Castel San Angelo, Corso Vittorio Emanuele II, Largo Argentina, Piazza Venezia, Via del Corso, Largo Chigi, Via del Tritone) oder die Linie 116 (Via Giulia, Pantheon, Piazza Colonna, Largo Chigi, Via del Tritone)

Palazzo Barberini

Via delle Quattro Fontane 13, Metro Linea A Stazione Barberini, Bus 52, 53, 61, 62, 63, 80, 95, 116, 175, 492, 590, Di-Do 09:00-19:00, Fr-Sa 09:00-22:00, Tel: 06-328 10, www.galeriaborghese.it

Wir beginnen unseren Rundweg auf der Piazza Barberini. Da wo die Via delle Quattro Fontane die Piazza Barberini verläßt steht der Palazzo Barberini, der wohl bedeutendste Palast des römischen Hochbarock. Der Bau wurde 1625 von Carlo Maderna begonnen und 1633 von Bernini beendet. Beide wurde durch Borromini unterstützt. Mit dem Palazzo Barberini sieht Rom erstmals eine neue, aus dem Norden, insbesondere aus Florenz stammende Bauweise eines Palastes. An den Hauptbau sind beiderseits Nebenflügel angebaut, welche den Hauptbau nach beiden Richtungen überragen. So entstehen hinter dem Hauptbau Höfe, die den Ehrenhöfen französischer Barockschlösser vergleichbar sind. Die Hauptfassade, eine dreigeschossige Arkadenfassade erinnert mit ihrer Abfolge dorischer, ionischer und korinthischer Ordnung stark an das Kolosseum. Im großen Salon schuf Pietro da Cortona das Deckenfresko, welches den Triumph der aus Florenz stammenden Familie Barberini, die sich mit Papst Urban VIII (1623-1644) in Rom etablierte, darstellt. Die Bienen sind das Wappentier der Familie, und durch die reiche Bautätigkeit Urban VIII überall in Rom gegenwärtig. In dem Palazzo befindet sich heute die Galleria Nazionale d`Arte Antica.

Palazzo Barberini

Piazza Barberini

In der Mitte der Piazza Barberini steht die 1632 bis 1637 von Bernini geschaffene Fontana del Tritone, der Tritonenbrunnen. Vier Delphine tragen eine Muschelschale mit dem Wappen der Barberini. In dieser Muschelschale sitzt ein Triton und bläst eine Fontäne empor. Ebenfalls von Bernini stammt der kleine Bienenbrunnen, die Fontana dell'Api am Nordrand des Platzes. Hier beginnt die zumindest in den 50er Jahren berühmteste Straße Roms, die Via Veneto.

Piazza Barberini

Via Veneto

Durch die aktive italienische Filmindustrie im Italien der 50er und 60er Jahre konnte sich hier ein gewisser Jet-set etablieren. Bescheiden zwar im Vergleich zu anderen glamourösen Städten, aber dennoch spürbar. Doch die Zeiten eines Dolce Vita sind auch hier längst vorbei, aber dennoch, wenn man Stars und Sternchen unbedingt in Rom erwischen will, hat man immer noch hier die größten Chancen.

Via Veneto

Santa Maria della Concezione

Via delle Quattro Fontane 13, Metro Linea A Stazione Barberini, Bus 52, 53, 61, 62, 63, 80, 95, 116, 175, 492, 590, Mo-So 07:00-12:00, 15:00-19:00, Tel: 06-487 11 85

In krassem Gegensatz zu dem Glanz und der Leichtigkeit des Seins, den die Via Veneto immer noch vermittelt, steht die an ihrem Anfang, gleich hinter dem Bienenbrunnen, gelegene Kapuzinergruft. Die zur Kirche Santa Maria della Concezione gehörende Gruft ist ein einzigartiges Mahnmal der Vergänglichkeit des Lebens. "Wir waren, was ihr seid, und ihr werdet sein was wir sind" steht am Eingang geschrieben. Die Wände der Gruft sind auf merkwürdig makabre Weise mit den Knochen von über 4000 Kapuzinermönchen verziert und dekoriert.

Vorbei an noblen Hotels und Straßencafes sowie der US-Amerikanischen Botschaft schlängelt sich die Via Veneto hoch zur Porta Pinciana. Hinter der Porta Pinciana befindet sich Park und Galleria Borghese. Von der Porta Pinciana gelangt man entlang der Aurelianischen Stadtmauer zur Colonna della Vittorio. Diese Siegessäule wurde an der Stelle errichtet, an der die königlich italienischen Truppen 1870 beim Sturm auf das päpstliche Rom eine Bresche in die Aurelianischen Mauer schlugen. Weiter entlang der Mauer gelangt man zu der Stelle wo die Via XX Settembre und die Via Nomentana auf die Mauer treffen. Hier wurde auf Veranlassung Pius IV die Porta Pia nach Entwürfen Michelangelos errichtet. Die der Via XX Settembre zugewandte Fassade zeigt einen eigenartigen Schmuck, welcher gleich dreimal vorkommt. Eine Rasierschale mit Seife und Handtuch. Man sagt, dies sei ein Hinweis darauf, daß die Familie der Medici aus deren Haus Papst Pius IV stammte von Barbieren und somit im Mittelalter gleichzeitig von Ärzten abstammte.

Santa Maria della Concezione

Wenn wir auf den Gang entlang der Aurelianischen Stadtmauer verzichten, bietet sich von der Porta Pinciana der Besuch der Villa und Galleria Borghese an. Von der Porta Pia aus gelangen wir über die Via XX Settembre und die Via V E Orlando zurück zur Piazza della Republica (Bus 16, 36, 60, 61, 62, 84, 90, 492), wo wir den Rundgang beenden können oder den Rundgang Stazione Termini, Diokletianthermen, Piazza della Republica anschließen können.


 
Texte & Photos: Dr. Michael Spiegel - Impressum
URL: http://www.rom-spiegel.de/rundgang-2.php
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