Rom Spiegel
 
 

Rundgang Stazione Termini, Diokletianthermen, Piazza della Republica

Diokletianthermen

Terme di Diocletiano, Piazza delle Republica, Metro Linea A Stazione Republica, Bus 35, 40, 60, 61, 62, 84, 90, 116, 170, 492, 910 oder 200 Meter von der Stazione Termini und dem Busbahnhof der Piazza dei Cinquecento, Di-So 09:00-19:00, Tel: 06-96 77 0

Direkt gegenüber der Stazione Termini, hinter dem Busbahnhof auf der Piazza dei Cinquecento finden wir die Reste der Diokletianthermen, der größten Thermen Roms. Von der heutigen Piazza dei Cinquecento bis zur Via XX Settembre und von der Piazza della Republica bis zur Via Volturno erstreckte sich einst das Gebiet der in den Jahren 289 bis 305 n. Chr. von Diokletian begonnenen und von Konstantin vollendeten Thermen. Die 376 x 361 m große Anlage wurde im Wesentlichen nach dem Vorbild der Caracalla Thermen erbaut.

Diokletianthermen

Piazza della Repubblica

Die Piazza della Repubblica bildet heute noch die ehemalige Essedra der Thermen nach und wurde daher früher auch Piazza dell'Essedra genannt. In der Mitte des Platzes steht der großartige Najadenbrunnen, die Fontana delle Najade aus dem Jahre 1855. Die vier Gruppen, der mit Meerstieren spielenden Najaden wurden 1901 von Mario Rutelli ergänzt, die Zentralfigur, der über die Kräfte der Natur siegenden Mensch, wurde schließlich 1912 ergänzt.

Piazza della Repubblica


Die kleine Via V. E. Orlando führt zur Piazza San Bernardo mit der gleichnamigen Kirche.

San Bernardo alle Terme

Diese Kirche ist in einen der vier Rundbauten eingebaut, welche an den vier Ecken der Thermen standen und wurde 1598 eingerichtet. Die kassettierte Kuppel mit einer Höhe von 22 Metern hat große Ähnlichkeit mit der des Pantheon. Die 8 Heiligenfiguren in den Nischen stammen von Camillo Mariani um 1600.

San Bernardo alle Terme

Santa Maria degli Angeli

Terme di Diocletiano, Piazza delle Republica, Metro Linea A Stazione Republica, Bus 35, 40, 60, 61, 62, 84, 90, 116, 170, 492, 910 oder 200 Meter von der Stazione termini und dem Busbahnhof der Piazza dei Cinquecento, Mo-So 07:00-18:00, Tel: 06-488 08 12

In das ehemalige Tepidarium der Thermen wurde von Michelangelo die Kirche Santa Maria degli Angeli eingebaut. Das ehemalige Tepidarium bildet genauer gesagt das Querschiff der Kirche. Die Durchgänge zum Frigidarium und zum Calidarium wurden mit einbezogen, so daß die Kirche den Grundriß eines griechischen Kreuzes erhielt. Michelangelo starb jedoch vor Vollendung seines Werkes, das unter seinem Nachfolger Luigi Vanvitelli völlig umgestaltet wurde. Er machte das Längsschiff zum Querschiff und umgekehrt.

Man betritt die Kirche heute von der Piazza della Repubblica her durch die halbrunden Mauern der Essedra des Calidariums. In der Vorhalle steht links das Grabmal des Malers Salvatore Rosa (1615-1673) und rechts das des Malers Carlo Maratta (1625-1713) sowie am Durchgang zum Haupthaus die Statue des Bruno von Köln (1030-1101), des Stifters des Kathäuserordens, erschaffen von dem französischen Bildhauer Jean Antoine Houdon (1741-1828). Papst Klemens XIV war von der Statue so begeistert, daß er sagte, er habe den Eindruck, sie würde zu sprechen beginne, hätte man den Karthäusern nicht das sprechen verboten.

Das Querhaus mit seinen 91 Metern Länge, 27 Metern Breite und 28 Metern Höhe vermittelt einen Eindruck von der Größe der antiken Bauwerke. Der Messingstreifen, welcher den linken Teil des Querhauses durchzieht, symbolisiert als Linea Clementina, den Meridian, auf dem Rom liegt. Hier befinden sich die Grabmäler des Marschalls Armando Diaz (1861-1928), von Antonio Munoz, das des Admirals Paolo Thaon di Revel und von Pietro Canonica (1948). Es handelt sich bei beiden um Helden des ersten Weltkrieges. Die Große Kapelle am Ende des Querhauses ist Nicolo Albergati (1375-1443) geweiht, dem Karthäusermönch und Kardinal. Sein Bildnis auf dem Altar stammt von Ercole Graziani (1688-1765). Im linken Treil des Querhauses verdienen vor allem die Wandgemälden mit der Darstellung der Messe des heiligen Basilius vor Kaiser Valens, von Pietro Sublayras (1699-1749) und der Sturz des Simon Magus von Pompeo Batoni (1708-1787) Beachtung.

In der Apsis befinden sich die Grabmäler des Papstes Pius IV (1559-1565) und seines Neffen Kardinal G.A. Serbelloni. Für beide hat Michelangelo die Entwürfe geliefert. Weiterhin sind die Gemälde das Martyrium des heiligen San Sebastian von Domenichino (1581-1641) und die Taufe des Jesu von Carlo Maratta.

Santa Maria degli Angeli

Museo Nazionale Romana

Terme di Diocletiano, Piazza delle Republica, Metro Linea A Stazione Republica, Bus 35, 40, 60, 61, 62, 84, 90, 116, 170, 492, 910 oder 200 Meter von der Stazione termini und dem Busbahnhof der Piazza dei Cinquecento,

Das große stattliche Museum, das 1889 eröffnet wurde, befand sich einst vollständig in den Räumen der Diokletianthermen, beziehungsweise in Räumlichkeiten der Thermen, die bereits im 16. Jahrhundert in ein Karthäuserkloster umgewandelt worden waren.Es beherbergt den größten Teil der Altertümer, die bis 1870 in Rom entdeckt wurden. Nach einer großen Umorganisation in den 90 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Sammlung auf fünf neue Standorte verteilt. Neben dem Teil der sich weiterhin in den Diokletianthermen befindet, ist heute ein Großteil im Palazzo Altemps (Piazza Sant'Apolinare beschrieben bei dem Rundgang Piazza Navona, Bus 70, 81, 87, 115, 116, 280, 492, 628) und im Palazzo Massimo untergebracht.

Museo Nazionale Romana

Palazzo Massimo

Largo di Villa Paretti, Metro Linea A Stazione Republica, Bus 36, 38, 40, 64, 84, 170, 175 sowie nahe der Piazza dei Cinquecento und der Stazione Termini, Di-So 09:00-19:00, Karte für alle fünf Museumsstandorte gültig, Tel: 06-39 96 77 00

Der Palazzo Massimo befindet sich am Largo di Villa Peratti unweit der Piazza dei Cinquecento und somit auch unweit des alten Standortes der Exponate, der Diokletianthermen. Der 1883-1887 als Jesuitenkolleg errichtete Palazzo wurde im Zuge der Neuordnung des Museums umgebaut und beherbergt einen ganz wesentlichen Teil der Bestände. Im Untergeschoß findet sich eine hervorragende Sammlung antiker Münzen sowie das einzige erhaltene mumifizierte Kind Roms. Im Erdgeschoß finden wir römische Statuen und Grabmonumente, im ersten Stock schließlich finden wir die Statuen aus dem Sommersitz des Nero sowie römische Kopien griechischer Originale. Die Hauptatraktion des Palazzo Massimo bildet eine umfangreiche Sammlung antiker Wandmalereien im 2. Stock. Das bedeutendste Gemälde stammt aus dem Haus der Livia an der Porta Prima. Das Triclinium, also das Speisezimmer war mit naturalistischen Darstellungen von Bäumen und Sträuchern dekoriert und erweckte den Eindruck, die Gäste befänden sich in freier Natur. (Die Gemälde sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen).

Palazzo Massimo

Von der Piazza della Republica gelangen wir über die Via V. E. Orlando, die Piazza San Bernardo und den Largo di S. Susanna und die Via Barberini zur Piazza Barberini, wo wir mit dem Rundgang Via Veneto fortfahren können.


 
Texte & Photos: Dr. Michael Spiegel - Impressum
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