Fontana di Trevi
Der überschwenglich üppig dekorierte Brunnen lehnt sich an die schmucklose rückseitige Fassade des Palazzo Poli, Wohnsitz der Herzöge von Poli an. Ursprünglich ließ Kaiser Agrippa im Jahre 19 v. Chr. Diese Wasserleitung , Aqua Vergine genannt, für seine nahe dem Pantheon gelegenen Thermen bauen. Eine Jungfrau (vergine) zeigte den Soldaten die Quelle in der Gegend von Salone, östlich von Rom, aus der heute noch das Wasser über die Aqua vergine nach Rom strömt.
Papst Nikolaus V. (1447-1455) ließ die alte Wasserleitung in Stand setzen. Bereits 1453 schuf Leon Battista Alberti einen Brunnen an der Stelle der heutigen Fontana di Trevi. Zur Umgestaltung des Brunnens schrieb Papst Urban VIII (1623-1644) einen Architekturwettbewerb aus, den Nicolo Salvi gewann, der alsdann mit der Neugestaltung betraut wurde. Zur Finanzierung des Brunnens wurde eigens eine Weinsteuer eingeführt. Das Zentrum der monumentalen Brunnendekoration bildet ein dreitoriger römischer Triumphbogen. Vor diesem erhebt sich in einer Muschelschalle der Meeresgott Oceanos, von zwei Pferden, einem unbändigen, einem sanften gezogen. Gelenkt wird das Gefährt von Tritonen. Diese Skulptur wurde von Pietro Bracci (1700 - 1773 ) ergänzt. Die Statuen in den Äußeren Nischen sind links die Personifikation des Überflusses und rechts die Personifikation der Heilkraft, beide von Filipo Valle (1697-1768). Das Relief rechts zeigt die Jungfrau, wie sie den Soldaten die Quelle zeigt, das Relief links zeigt Agrippa der den Bau der Wasserleitung prüft.
80 000 Kubikmeter Wasser durchfließen den Trevibrunnen täglich, und danach die Brunnen auf der Piazza Farnese, der Piazza Navona und der Piazza di Spagna.
Ein uralter Brauch besagt, daß man nach Rom zurückkehrt, wenn man rückwärts eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Brunnen wirft. Die Kinder des Viertels verdienen sich durch das Einsammeln der Münzen ihr tägliches Eis.
|